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Warum die Zeit reif ist für Online-Kurse und warum ich sie anbiete!

Apr. 21, 2021

Heute möchte ich ein paar Worte zu Online-Kursen im Allgemeinen und zu meinem Online Kurs im Speziellen verlieren. Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt ein Buch zu schreiben und bin immer wieder über die Frage gestolpert, wie sinnvoll ist das? Welchen Mehrwert haben meine Leser von einem weiteren Fachbuch? Und dann kam Corona…

 

Liebe Tier-Augen-Fans,

Also, die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Buches hat mich dann doch vom Schreiben abgehalten und ich habe lange nach einer Alternative gesucht. Durch Corona sind auch alle geplanten Seminare ins Wasser gefallen und fallen immer noch. Und irgendwann bin ich über das Thema Online Kurs gestolpert.

Und irgendwie hat mir der Gedanke an einen Online-Kurs von Anfang gefallen. Ich habe nur noch eine Weile gebraucht für das Wie.

Da in unseren Berufsstand hauptsächlich Frauen tätig sind und viele von uns nicht nur Tierarzt, sondern auch noch Mutter sind, wird es mit Fortbildungen immer schwieriger. Ich habe dies am eigenen Leib erfahren. Ich bin immer wieder im Rahmen von Vortragstätigkeiten ganze Wochenende von zu Hause weggewesen. Dies war nur durch die tatkräftige Unterstützung meines Mannes und meiner Mutter möglich. Aber was machen die Frauen, die keine Unterstützung haben? Die ihre Kinder nicht einfach bei Oma oder Papa parken können, um sich der Veterinärmedizin zu widmen. Also ich finde das ist schon ein Problem unserer Branche, dass wir nicht ignorieren dürfen. Den Fortbildungen werden vom Berufsstand gefordert und man will ja selbst auch auf den neuesten Stand bleiben.

Am Anfang der Coronazeit als sich die Schockstarre, dass dies im 21 Jahrhundert alles möglich ist, langsam gelöst hat, sind die Webinare wie Pilze aus dem Boden geschossen.  Zum Teil gratis, gesponsert von Pharmafirmen oder zu einem sehr günstigen Preis. Aber ist eine einzelne Stunde Fortbildung so sinnvoll? Ja, man hat ja nicht den ganzen Tag Zeit. Die Arbeit muss erledigt werden und die Kinder müssen im Homeschooling versorgt werden. Also mein Resümee über Webinare, sie sind besser als nichts! Aber wie kann ich die Ophthalmologie sinnvoller Weise in Webinare packen? So, dass es mir Spaß macht und die Teilnehmer einen maximalen Profit davon haben. Und nach viel hin und her überlegen, kam mir der Gedanke eines Online-Kurses.

Ich wollte in einem Online-Kurs 3 Komponenten integrieren: Selbststudium, Live-Meetings und kontinuierliche Beschäftigung mit einen Fachthema. Diese 3 Punkte galt es unter einen Hut und in einen Zeitraum von 3 Wochen zu packen. Mein Thema stand schnell fest TIER-AUGEN-UNTERSUCHUNG.

Für das Selbststudium habe ich 12 Power Point Module geschrieben und vertont. Diese decken den gesamten Augenuntersuchungsgang beim Kleintier ab. Zusätzlich habe ich die 4 wichtigsten ophthalmologischen Krankheitsbilder in Form von Fallbeispielen in diese Module integriert. Also Punkt 1 war erfüllt. Die Teilnehmer konnten sich die Module jederzeit ansehen und in ihren Alltag integrieren, gut vereinbar mit Arbeit und Familie.

Da mir der direkte Kontakt zu meinen Teilnehmern wichtig ist und ich die persönlichen Interaktionen sehr schätze, habe ich mich zusätzlich für 4 Live-Meetings entschieden. Bei diesen Meetings konnte Frage und Wünsche beantwortet werden, und zwar so dass nicht nur einer davon profitiert, sondern alle. Zusätzlich wurden 1x von mir 10 Fallbeispiele aus der Praxis besprochen. Diese wurden im Vorfeld den Teilnehmern zur Verfügung gestellt, um sie bereits bearbeiten zu können. Damit konnte jeder für sich entscheiden, wie weit er das als Wissensüberprüfung nutzen will. In den letzten beiden Live-Meetings stellt dann jeder Teilnehmer ebenfalls noch einmal ein Fall seiner Wahl vor.

Und der dritte Punkt, die kontinuierliche Beschäftigung mit der Ophthalmologie, konnte ich mit einer Facebookgruppe lösen. In diese Facebookgruppe stelle ich jeden Tag ein neues Foto eines Patienten und stelle Fragen dazu. Dies wurde von den Teilnehmern gut angenommen. Jeder war mit Eifer dabei und es hat nicht lange gedauert, dass die Teilnehmer selbst eigene Fälle gepostet haben. Die Gruppe bleibt nach dem Kurs bestehen und wird von den Teilnehmern weiter gefüllt. Es werden schwierige Fälle diskutiert oder einfach Fragen zu Utensilien beantwortet. Und was mich persönlich sehr freut, es werden wunderschöne Fotos von Tieraugen geteilt. Der Umgang ist freundschaftlich und kollegial, so wie sein soll. Es scheut sich niemand eine Frage zu stellen, da die Gruppe den Teilnehmern des Kurses vorbehalten ist.

Nach dem ersten Kurs kann ich nur sagen, dass dieses Konzept mit den oben angeführten Säulen extrem gut angekommen ist und aus meiner Sicht sehr lehrreich für alle Teilnehmer war.

Im Mai startet der zweite Kurs und ich bin schon sehr gespannt, wie es werden wird. Ich hoffe die Teilnehmer dieses Kurses sind genau so zufrieden und wissbegierig, wie die Ersten. Dein Interesse am Kurs wurde geweckt, du hast aber noch Fragen, dann schreib mir in die Kommentare!

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